Regionen-Atlas: 13 Tabakregionen im Vergleich

Vom Vuelta Abajo bis in die Uckermark: Der Atlas stellt die 13 Anbauregionen nebeneinander und filtert sie nach Verwendung, Aromafamilie und Erdteil. Jede Karte führt zum ausführlichen Porträt der Region, jede Note ins Aroma-Rad.

Was eine Region ausmacht

Wie beim Wein spricht man beim Tabak vom Terroir: Boden, Klima und die Erfahrung der Pflanzer prägen das Blatt, die Trocknung vor Ort tut ein Übriges. Deshalb liefern manche Regionen vor allem Deckblätter, andere kräftige Einlagen, wieder andere den hellen Virginia für Zigarette und Pfeife. Welche Sorten wo wachsen, erklärt die Seite Tabaksorten; was zwischen Feld und Fabrik geschieht, die Seite Verarbeitung.

So nutzt man den Atlas

Die Zuordnungen folgen den Porträts in der Rubrik Anbauregionen; Trocknung und Aromen stehen nur dort, wo das Porträt sie nennt.

Der Atlas als PDF

Alle 13 Regionen mit Lagekarte und Steckbrief, dazu eine Übersichtstabelle zum Nachschlagen: Tabak-Atlas als PDF herunterladen (A4, 16 Seiten, 1,4 MB).

Häufige Fragen

Welche Tabakregion gilt als die berühmteste?

Das Vuelta Abajo in der kubanischen Provinz Pinar del Río gilt als das wohl berühmteste Tabakterroir der Welt. Dort wachsen Einlage, Umblatt und Deckblatt der Havanna, auf leichten, sandigen Böden und in der Trockenzeit.

Woher kommen die Deckblätter von Zigarren?

Aus wenigen spezialisierten Regionen: aus dem Connecticut Valley (Shade unter Tuch, Broadleaf in der Sonne), aus Ecuador mit seinem natürlichen Wolkenschatten, aus Kamerun, aus Sumatra und Java und aus Bahia in Brasilien, das dunkle Maduro-Deckblätter liefert.

Wo wächst der Tabak für Zigaretten?

Den hellen, heißluftgetrockneten Virginia liefern unter anderem Virginia und die Carolinas sowie Simbabwe, den luftgetrockneten Burley Kentucky, Tennessee und Malawi, den sonnengetrockneten Orienttabak die Türkei, Griechenland und Nordmazedonien. Aus diesen drei Typen besteht die American Blend.

Wird in Deutschland noch Tabak angebaut?

Ja, von rund 80 Betrieben auf etwa 1.300 Hektar (2025, Verbandsangaben), vor allem in der Südpfalz, in der badischen Rheinebene und in der Uckermark. Rund 90 Prozent der Ernte gehen in Wasserpfeifentabak, der Rest vor allem in Zigaretten.